4. Deutscher Designerkongress

Designer gestalten Plakate, Websites, Kampagnen, sie gestalten Möbel, Kleidung, Autos oder Bücher und man könnte sagen, sie gestalten die Welt. Ohne Design wäre die moderne Welt zumindest nicht denkbar.

Designer gestalten aber stets auch Beziehungen und umgekehrt sind ihre Entwürfe von den Beziehungsgefügen geprägt, in denen sie selbst stecken. Dabei erleben sich Designer nicht selten als Getriebene. Getrieben von ihrer Leidenschaft und ihrem Perfektionismus, getrieben von den Wünschen der Kunden und nicht zuletzt von einem Markt, auf dem sie sich behaupten müssen.Ein »Clash of Interests« bei dem sie sich immer wieder am Scheideweg zwischen Selbstbehauptung und Selbstentfremdung wiederfinden.

»Was ist meine Arbeit eigentlich wert und wer bestimmt diesen Wert?«, ist die oft gestellte Frage, die umso prekärer wird, wenn die Lust am eigenen Tun den Blick fürs Kaufmännische und das Große und Ganze des Marktes trübt: Darf Geld kosten, was Spaß macht? Haben Leid und Leidenschaft etwa doch eine unselig unauflösbare Liaison miteinander? Wer so zu fragen beginnt, dem wird die Lust schon bald zur Last, zur professionellen Hürde, die zu nehmen es schon eines gesunden Selbstvertrauens bedarf. Das ist aber auch nötig, um den eigenen Standpunkt, Handschrift und Identität zu entwickeln.Und nur wo es Identität gibt, sind auch Beziehungen möglich. Wenn Design aber auch Gestaltung von Beziehungen und Gestaltung von Welt ist, dann bedeutet dies auch die Last der damit einhergehenden Verantwortung mit zu tragen. Aber wie geht das? Wie lässt sich jener »Clash of Interests« in Synergien verwandeln? Wie Lust und Leidenschaft mit Professionalität vereinen, und dies verantwortungsvoll? Ein guter Anlass Lust und Last im Design einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.



VERANSTALTER
Initiative Deutscher Designverbände, iDD e.V.
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